Das Lese-Polytett #18

Da nahm ich mir nach dem letzten ellenlangen Polytett vor das nächste zeitnäher zu machen und dann auch wirklich wieder auf 8 Einträge zu beschränken. Dann hatte ich nur 6 und dachte mir, ach wartest noch kurz. Aus kurz wurden wieder Wochen und die Liste … öhm wurde eine lange Liste. Darum heute mal in Kategorien:

Note to military – we have CGI now: Ein CGI-Experte kommentiert den panikverursachenden Promo-Flug der Air-Force-One.

Rubber duck method of debugging: Danke an D. für den Link

Mauer macht Lustig: Die Zeit interviewt Martin Sonneborn von Der Partei und der Titanic

Wo sie recht hat, hat sie recht: Gedanken und Geschichte zu Kirche und Staat

So geht Terror – Theorie

Gedanken zu einem Garten

Alles gar nicht so schlimm … oder doch? Einige Diagramme helfen mal so eine Krise zu veranschaulichen.

Deutsche Deprimierende Republik

60x Deutschland: 60 Jahre in je 10 Minuten Filmen kurz zusammengefasst. Wählt die DSP!

„Peak Wasser“ – ein gefährlicher Irrweg

Vom Aufstieg und Niedergang der Uhr

Links zum Thema der neuen Internet-Zensurgesetze:

Die 13 Lügen der Zensursula: Kratzt sehr an der Oberfläche, aber alle Argumente mal in kurzen Stichpunkten widerlegt.

Der Kampf der Kulturen

Der Fehler im System

Die Legende von der Kinderpornoindustrie

Liebe Journalisten: Es lohnt sich die verlinkten Fefe-Beiträge auch gleich zu lesen.

Hoffentlich hat das bald ein Ende: Ja, J. hoffentlich …

Recreation:

Extreme Sheep LED-art

South park: Margaritaville: Schöner Kommentar zur Finanzkrise, bin ja sonst gar nicht so auf Southpark.

Your printer is a brat

24 ab nächster Staffel nur noch mit 22 Episoden…

Super, einerseits hab ich einige coole Songmitschnitte wiedergefunden die ich vor nem halben Jahr gemacht habe, andererseits sind die unbeschriftet und ich muss rauskriegen von dem die Songs sind.

Edit: Blockflöte des Todes, darauf muss man erstmal kommen.

Wenn bei Subways die schlagfertigsten an der Kasse angestellt sind, dann sind bei Burger King die, ihr Drogendilierium am besten bei der Arbeit ausleben.

Weils eine Raucherkneipe war hat diese gestern Abend mindestens zwei Kunden weniger gehabt.

Daumen

Ich hab seit 2 Jahren immer Handies mit Quertz-Tastatur. Ich bin ein vieltipper, ich chatte, schreibe fürs Blog aufm Handy, mache Notizen, Sammel Gedanken und schreibe Nachrichten. Für all sowas isses einfach super. So kleine Aufschiebetastatur. Bis November hatte ich den schon etwas in die Jahre gekommenen HTC Wizard, der noch super ging, dann aber nach einem undankbaren Fall vom Sessel abgedankt hat. Vor 2 Monaten hollte ich mir den Nachfolger HTC Herald und der ist ein Herold. Den Zauberer fand ich super und ich hatte echt wenig dran auszusetzen. Das Herald dagegen scheint wie das Kind eines super Vaters und einer schlimmen Mutter.Technisch nicht schlecht, aber verzogen und noch grün hinter den Tasten. Es sind die Kleinigkeiten die mich stören. Die tasten am Wizard hatten alle einen logischen Platz. Das Gerät lag gut in der Hand und man kam überall ran. Beim Herald komm ich an Tasten gar nicht oder ständig zu oft ran. Das schlimmste ist die Tastatur.Obwohl die Grundfläche die Gleiche wie beim Wizard ist und das Keyboard eine Reihe weniger Tasten hat, haben es die Macher geschafft die Tasten kleiner zu machen. Zumindest fühlt es sich so an. Schreiben ist schwerer geworden, wo ich erwartet hätte, dass es besser wird.

Das Schlimmste sind allerdings die Softkeys, die halb in der obersten Tastenreihe liegen und halb versenkt zwischen den Tasten sind. Der linke Softkey liegt genau zwischen R und T. Beim SMS schreiben hat das Windows Mobile Message-Programm auf genau diesem Softkey den Sendenbefehl, was ergibt, dass ich nicht mehr weiß wie oft ich ausversehen eine halbe SMS los geschickt habe. Sowas kommt bei raus, wenn Idioten ein Tastaturlayout und Affen die Software dazu machen.

This really gringes my gears! Back to you, Tom!

… und wenn die Wohnung leergeräumtist, einfach den Koffer mit den letzten Sachen inhomogen in der Wohnung verteilen um wieder etwas Gemütlichkeit herzustellen.

Metaphern

Bei Organisation hab ich immer ein Bild im Kopf. Das Bild von mehreren wackeligen Türmen aus Holzbauklötzen, die gefährlich wackend gerade so stehen und ständig drohen umzufallen.Wenn alles klappt, dann fallen die wackeligen Türme zusammen und es ergibt ein schönes Muster. Ansonsten nur einen unaufgeräumten Spielzimmerboden.

Begegnung #2

Hinter mir in der Bahn sitzt einer so richtig cool. Eigentlich weiß ich das nicht so genau, ich hab ihn nie angeschaut, aber wenn man ihn so telefonieren hört, dann wird klar, dass er verdammt cool sein muss oder sich wenigstens dafür hält. Vermutlich trägt er seine Mütze schief. Mit jugendlicher Schnauze wiederholt er stoisch die selben Sätze. Er versucht seinem Gesprächspartner einen Treffpunkt und die Verhandlungsbedingungen zur Rückgabe eines Handys zu vermitteln. Gäbe es besagtes Gerät würde ein gewisser Vater böse und behielte die Xbox. Die Dramatik dieser Verhandlungen steht dabei in totalem Kontrast zur entspannten repititiven Informationsvermittlung des Jugendlichen. Der Telefonierende sieht sich genötigt jeden seiner Sätze min 3 mal zu wiederholen. Manchmal auch 4mal. Dies zeugt von einer Geduld von der man Respekt haben muss.

Begegnungen

Nachts kommt mir ein Mann entgegen. Mit gewisser Körpermasse und weißer Latzhose, die ihn wie einen entlaufenden älteren Malermeister aussehen lässt, schwankt er ruhigen Schrittes durch die Straße. Jeder Schritt wird beschrieben durch eine leichte Neigung und einer Gewichtsverlagerung, die nicht mehr so ganz kontrolliert das Element des Zufalls im Gang wiederspiegelt. Angestrengt kämpft er sich so Meter für Meter die Straße entlang und als wir uns von Angesicht zu Angesicht begegneten stemmte er sein gelittenes Selbst nocheinmal empor und mit gleichsam warnender, resignierender wie auch stolz verkündender Stimme entgegnete er: “Oh oh oh … bin ich besoffen.” und ging einfach weiter seines unsteten Schrittes die Straße entlang.

Das schönste gerade frisch entdeckte Wort: Zaubersteuer

Sich die getrockneten Teigfetzen vom Brötchenteigkneten von den Händen zu knabbern sieht von weitem aus, als würde man sich die abgestorbene Haut von den Händen nagen. Mit Genuss!

Ostereinkauf

Und dann war ich mal Einkaufsbegleitung in der anderen Discountladenkette, die ich beukottiere. Das ganze Spielte in Schwerin, in eben dem Einkaufszenter, dass ich im November noch auf seine Zombiefestigkeit überprüft habe. Der Boykott kommt von einer Geschichte von vor vielen vielen Monden, wo ich mal rausgegangen bin OHNE was zu kaufen. Deswegen wurde ich gleich angehalten und bekam meine Tasche durchsucht. In eben genau dem Laden von damals  war ich nun gewesen und dann gleich zweimal hintereinander weg.

Nachdem ich mich beim ersten Mal neben ner Freundin – sie hatte was gekauft – an der Kasse vorbei geschlichen habe, gings nochmal mit meiner Schwester durch den Laden. Ich durfte mit dem Wagen blödsinn machen und das hab ich auch ausgenutzt. War wie’n Kleinkind im Supermarkt und mit dabei meine Teenager-Nichte, die erwachsener tat als ich. Der Wagen wurde voller, Ostereinkauf für mehrere Tage und für die komplette Familie. Die Kasse war die selbe von vorher und ich legte mir bereits Sprüche bereit, warum ich schon wieder und vorallem mit ner anderen Frau versuchen würde mich unbemerkt um die Kasse zu schleichen (“die andere war mir zu jung”), Zu meinem Glück fiel dem Typen an der selben das überhaupt nicht auf. Wie auch, war er doch von zwei Einkaufswagen voll Lebensmitteln erschlagen und wusste net so ganz wohin mit all dem Zeug. Es wollte einfach nicht enden. Schwester und ich hatten schon Wetten abgeschlossen wieviel der Preis werden würde. Ich lag mit meinem Tipp 230€ (ihr Tipp war >400€) richtig.

Endstatistik eines Ostereinkaufs für ein 10-köpfiges Familienwochenende:

  • 275€ Einkaufswert
  • 55 Pupsi-Punkte Gutschrift
  • 1m langer Kassenbon
  • 1.5 gefüllte Einkaufswagen
  • 1 Einkäufer, der uns nur quitierte so einen großen Einkauf noch nicht bedient zu haben.

Und natürlich hatten wir was vergessen.

Find mal nen Deckel in Form eines unsymmetrischen Pentaeders mit alternierender Kantenlänge und nur einer Grundfläche.

Z******t

Ach du scheiße, meiner auch! Wird wohl doch Zeit mal wieder abzuhauen und wenn ich dann zurück komme mal nen Kahlschlag zu machen …

Sandwiches, Taschen und Quantenphysik

Sitze ich in einem Subways und lasse die letzten Minuten Revue passieren. Bei Subways sind ja mitunter die Sandwichbastler mit dem losesten Mundwerk, so dass die es einem auch nicht übelnehmen, wenn man antwortet und mit einem breiten Grinsen nen Spruch bringt. Nun saß ich aber und knabberte an meinem Cookie und da ging mir so durch den Kopf, wie cool das eigentlich ist in meinem Koffer eine Tasche zu haben. Das sieht man von außen nicht, man könnte ja meinen ich habe nur diesen einen doofen abgenutzten Koffer mit gebrochener Achse, dabei ist der Koffe halbleer und dadrin ist eine Tasche. Ist das schon subversion? So zogen meine Gedanken, von Taschen in Taschen und wie cool das eigentlich wäre eine Tasche zu haben, in der immer noch eine weitere Tasche ist, bis in der untersten Tasche die Tasche vom Anfang wieder ist. Das Universum in einer Tasche, in meiner Tasche. Die Quantenphysik wäre der alte Stoffbezug und das halbleere Volumen wäre die dunkle Materie. Wenn ich mir eine neue Tasche kaufe, bekomm ich dann auch ein neues Universum? Und schert sich ein Universum darum ob ich es zusammengelegt, geknittert oder falschrum in die Tasche packe?

Osterabend

Ein Osterfeuer gemacht, das indische Feuerbestatter stolz gemacht hätte (oder Jediritter), Sterne geguckt, duzende Satelliten gesehen, 5 Sternschnuppen (oder Sternflocken, wie sie nach einem Versprecher genannt wurden), Habicht gehört, Fledermäuse gesehen und Schleiereule gehört und gesehen. Extrem ergiebiger Abend! 🙂