Kryptographie bei Sofortnachrichten

Ich hab im Moment den Kurs Kryptographie, äußerst interessant, manchmal aber auch sehr fordernder Kurs. Teil der Bewertung ist ein kurzes Paper über ein Thema freier Wahl. Da meine Hauptkommunikationsform bekanntlich Sofortnachrichtendienste sind hab ich also Verschlüsselungsmethoden von Instant-Messaging analysiert und verglichen.

Grob unterteilt hab ich in 2 Kategorien: Verschlüsselung auf Protokolebene und auf Anwendungsebene. Auf Protokolebene verschlüsselt praktisch nur Skype. ICQ, MSN, XMPP und alle anderen Konsorten unterschützen keine native Verschlüsselung sndern versenden im Klartext und zum Mitschreiben. Skype hat einzig das Problem, geschlossene Software zu sein, für die es schon lange das Gerücht einer Hintertür gibt, durch die Nachrichten trotz augenscheinlich guter Kryptography einfach entschlüsselt werden können. Das dies nicht überprüft werden kann, kann man also auch bei Skype nicht von sicherer Kommunikation sprechen.

Die Verfahren auf Anwendungsebene sind mehr oder weniger unabhängig vom Protokoll. Diese arbeiten über dem Protokoll zwischen den Anwendungen, die für die Kommunikation benutzt werden.Hier sieht die Situation etwas besser aus. Durch Trillian verbreitet ist das SecureIM-Protokoll, was aber seit über 5 Jahren geknackt ist und keinen Schutz bietet. PGP und XMPP ist dagegen der totale Overkill, sicher keine Frage, aber schwer einzurichten, kaum verbreitet und für normale Anwender kaum zumutbar. Den besten Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort bietet Off-the-record. OTR ist eine Reihe von Plugins für die verbreitetsten IM-clients: Pidgin, Miranda, Kopete, AdiumX und er möglicht eine sicher verschlüsselte Kommunikation unabhängig vom verwendeten IM-Netzwerk. OTR läuft im Hintergrund und erfordert keinen zusätzlichen Aufwand, abgesehen von der Installation der Plugins.

Das war die Kurzzusammenfassung, auf 6 Seiten geh ich dann etwas mehr auf die Implementation und Anwendung der verschiedenen Verfahren und Protokolle ein.

Cryptography in Instant Messaging

-15.1

Wie fast jeden Dienstagabend war ich in der Stadt unterwegs. Wie angekündigt ist es kalt. Es war den ganzen Tag schon kalt, doch es schien die Sonne. Nun scheint nur der Mond, und das auch nur 2/3 und weil der Mond nicht so der Bringer is mit Wärme und man auf die anderen Sterne, die am klaren Himmel zu sehen auch nicht so ganz zählen kann ist es eben kalt. Versuche ich zurück zudenken erinner ich mich nicht mehr wann es mal so kalt war. Da war einmal vorm Sportunterricht, vor der Turnhalle -18°, eine verschlossene Tür, ne Schneeballschlacht und ein Lehrer der einige Minuten später kam. Aber hier in Berlin erinner ich mich immer nur an das Wetter der  letzten 4 Wochen, und da war es noch nie so kalt.

Heute fahr ich mal mit der U-Bahn zum Bestimmungsort, das geht durch Neukölln aber ich überlebs. Boddinstraße, naja egal, ich muss ja nicht raus. Müde, aber schlafen lohnt nicht, Wachsein ebensowenig. Auf dem Bahnsteig hängt ein Plakat vom Kulturradio RBB für ein Konzert in X-Berg. Ich denke mir, wie weit es mit der Kultur schon gekommen ist. Beim Rückweg nehm ich wieder die U-Bahn. Zu meinem sonst genommenen Weg hat die einen Vorteil. Ich muss nur einmal umsteigen. Das müsste ich beim normalen Weg auch mindest, wahrscheinlicher aber noch häufiger und um 0:20 will ich nicht an den Gleisen im Ostkreuz stehen … bei der Hitze. Außerdem hab ich nach 3 Jahren Berlin festgestellt, dass es eigentlich für mich kleverer ist über den Südring zu fahren, da is meine Bahnfrequenz und die Wahrscheinlichkeit wahrlos in eine Bahn zu steigen, die mich nach Hause fährt größer. Doch auch an der Herrmanstraße ist es kalt. Und noch 4 Minuten, ich guck dem Sekundenzeiger auf der Uhr zu und wie er bei der 12 angekommen für eine Sekunde stehenbleibt, weil ihm etwas die Kraft fehlt den Minutenzeiger weiter zudrücken.

In der Bahn erlebe ich ein seltsames Gespräch. 2×2 Frauen begegnen sich: eine aus Peru, die english und südamerikanisches-spanisch spricht, ihre Begleitung ist Deutsche, spricht aber auch fließend spanisch und english, dann eine spanisch-spanische Studentin und ihre Begleitung, die nur English und Deutsch kann. So führten die über 10 min ein Gespräch quer durcheinander in und über alle 3 Sprachen und mir ging die ganze Zeit nur durch den Kopf, dass ich unbedingt davon abkommen muss mir ständig neue Sprachen als zielzusetzen und dringend die, die ich mal hatte zu festigen und zu wiederholen.

Ich steige aus, es ist kalt. Es fühlt sich an, als würde man den Kopf in die Tiefkühltruhe halten und nicht nach 30 Sekunden rausziehen. Die Hautzieht, die Nasenhaare frieren ein und die Ohren brechen ab. Bei eis und schnee sieht die Straße und alles viel kleiner, geräumiger, fast gemütlicher aus, doch das stechen widerlegt das.

Zuhause angekommen überleg ich einen Raggae anzumachen.

Cash

Es gibt so ein paar Künstler die ich liebe und wo ich froh bin sie mir nie dadurch kaputt gemacht zu haben, indem ich sie mir in einem Anflug von Begeisterung übergehört habe. Ok, mag seltsam klingen, die kann ich Fan sein, wenn ich noch nichtmal das bekannt Stück xy von za kenne, aber gerade das macht es aus. Sich nicht wie oft mit der Musik berieseln zu lassen, sondern immer mal ab und zu ein Stück zu finden und lieben zu lernen. Ein so ein Musiker ist für mich Cash. Ich habe mich bisher in 3 Stücke verliebt und es werden irgendwann mehr sein, aber ich werde keine CD einlegen um zu hören was der sonst noch so gemacht hat, sondern ich werde abwarten, und irgendwann wird mir ein Liedchen vor die Füße springen und mir sagen wer ich bin.

Ich finde es sollte viel häufiger die Möglichkeit geben mit den fingern zu essen, ohne sich gleich wie ein Barbare vorkommen zu müssen!

Der beste Spruch, den ich heute im Interweb gefunden habe:

“Fast alle Menschen haben mehr Beine als der Durchschnitt, statistisch gesehen …”

Harmlose Freuden

Ich find das immer toll, wenn Kinofilme bei einem internationelen Release durch die verschiedenen Standard-Kino-Veröffentlichgungs-Tage in den einzelnen Ländern nicht zuerst in den USA anlaufen. Noch viel geiler find ichs, wenn ein Film erst in Russland und erst nen Tag später in Staaten anläuft. 🙂

Na freuen sich die Piraten.

Haltbarkeit siehe Deckel

Angesichts der Wirtschaftskrise wird die Sprengung Berlin auf nächstes Jahr verschoben. Verdammt sind die Straßen sauber.

Wieder ist das Haltbarkeitsdatum eines Jahres abgelaufen und wieder müssen wir auf ein neues Wechseln. Wie immer bei so Produkten mit Sollbruchstelle hielt es viel zu kurz durch, aber gerade lang genug, dass die Garantie weg ist. Nagut, dann benutzen wir jetzt eben 2009.

Update: Das neue Jahr geht schon wieder seinem Ende entgegen.

t+12
Silvester ist, wenn alle Nachbarn es legal untereinander austragen können.

Geißler-Skala

Ok, heute muss ichs mir einfach Aufschreiben, weil ichs sonst vergesse und das wäre schade, weil das ein wirklich tolles Konzept ist. Original aus einem Text von Tube von der Lesebühne LSD. Die Niederschrift hier erfolgt ausm Gedächtnis versucht den Inhalt aber möglichst genau wiederzugeben. Allen Kudos an Tube!

Im Grunde geht es darum ein standartisiertes objektives Maß für die Messung der Qualität einer Party zu bieten. Das soll in einer festen Einheit erfolgen, dem “Geißler”. Anhalt dieses diskreten Zahlenwertes sollen ungenaue Aussagen wie “langweilig”, “gut” oder “superaffentittengeil” der Vergangenheit angehören. Zu diesem Zweck müssen zunächst einige Axiome aufgestellt werden.

  • Das Universum exisitert.
  • Parties sind grundsätlich scheiße
  • Es gibt den Geißler.

Der Martin Geißler ist eine Person. Der Geißler ist, so wurde er beschrieben der langweiligeste Mensch, der auf einer Party auftreten kann. Mit ihm zu Reden bringt nichts, weil er immer nur mit Mikroprozessoren anfängt und alle Gesprächsteilnehmer versuchen sich nur zu verpissen. Manchmal bemerkt er, dass alle in seiner Gegenwart immer unter starkem Harndrang leiden. Diese Gesprächsopfer verschwinden dann für Minuten aufs Klo um sich dort Einzuschließen und sich danach in die Küche zu verziehen, um gemütlich noch einen zu Zischen, bis der Geißler wieder ankommt und da weiter macht, wo das Opfer vorher zur Flucht angesetzt hat.

Die Messskala für die Qualität einer Party ist einfach.Stellt man sich eine typische 2-Zimmer-Küche-Bad-Party mit Kasten Bier im Kühlschrank vor, und es wird einzig und allein der Geißler eingeladen und er darf niemanden mitbringen. Dann hat die Party einen Geißler-Faktor von 1. Die Skala beschreibt quasi wieviele Geißler-Typen in absoluten Zahlen auf der Party sind. Bei großen Veranstaltungen kann man auf die nächst höhere Einheit springen, der “Beistein”. Die Umrechnung erfolgt 100 Geißler = 1 Beistein.

Eine Party mit einem Faktor von 250 Geißler entspricht also 2.5 Beistein.

Es wird von der wisschenschaftlichen Gemeinschaft empfohlen das internationale Maß der Partyqualität auf Geißler/Beistein umzustellen und auf ältere Einheiten wie dem “Öler” zu verzichten. Der “Öler” zeichnet sich durch unregelmäßiges Erscheinen aus und erreicht damit nur einen ungenauen Wert von rund 0.3 Geißler.

Anhand dieser einfachen Richterskala lässt sich einfach feststellen, ausdrücken und vergleichen, wie gut eine Party ist. In dem Sinne, jedem einen niedrigen Geißler-Wert in den nächsten Tagen.

free october

Probieren wir mal was Neues. Manche wissen ja, dass ich mitunter recht Musikaffin bin. Ich lass es mir kaum anmerken und tu so als wär ich nicht rockbar, aber irgendwie mag ich Töne. Besonders hab ich manchmal ein Faible für Musik die niemand kennt. Das ist nicht immer leicht, weil wenn ich dann im Auto sitze und Mixtapes von mir reinhaue, dann sind die oftmals nicht mitsingbar, war keiner die Songs kennt.

Vor 2 Jahren hab ich schonmal eine Creative-Commons-CD gemacht. Nun weil aber CDs inzwischen etwas sperrig sind, will ich mal the next best thing probieren.

Für neue und freie Musik bin ich immer gerne bei Jamendo, da gibts alles und zuviel gute Musik um alle mal zu hören. Da sträune ich manchmal rum und bookmarke mir was ich so mag. Nun und weil ich durch die Bookmarks selber nicht mehr durchsehe will ich jetzt Playlists aka virtuelle Mixtapes machen, wo ich einige meiner Lieblingsbands und -stücke mal etwas kondensiert verarbeite. Die erste Playlist ist fertig. Ich muss noch etwas am Rahmen des Ganzen arbeiten und ich weiß noch nicht ob und wie ich die Stile konsequent behandel, aber das wird Zeit zeigen. So nun aber jetz hören.

Bilanz FURT am 19.12.2008

  • Gepokert, gewonnen, geiler Abend jewesen
  • Merken, Schuhe vorm Konzert festbinden.
  • “vorne rechts” is Auslegungssache
  • Man kann aktiv und passiv Moshen: das heißt Moschen oder gemosht werden.
  • Mini-Wall-of-death mitgemacht
  • Mitte rechts, da wo die Leute springen.
  • Fiiiieeeeeeepp
  • “Ohne Dusche gehn wir nicht nach haus…” taten wir leider dann doch.
  • LUFT!
  • Wenn man sich doch verliert, irgendwann stößt man doch immer wieder ineinander.
  • Weichgeboxt
  • Und wenn mich doch mal einer unglückich traf, hat sich noch jeder Entschuldigt, super Publikum!
  • NIEMALS und Insel aber kein Pakistan
  • Wenn beim Konzert Schweiß in den Augen brennt, war es ein gutes Konzert! Kleidnng konnte ich danach auswringen!
  • Bei Unter Wasser war vor mir eine kleine Dame, die älter als ich etwas im Moschen unterging und mich gerade bei der Textzeile “Ich gehe unter wie ein Stein, doch unter Wasser kann man nicht schreien.” angeguckt hat und wir beide bei die Ironie der Situation erkannten.
  • Das Spontane-Song-Assoziation-Spiel funktioniert nicht nach einem Konzert, man endet immer beim gleichen Interpreten.
  • Ausm FURT-Konzert gehen und diesen Ohrwurm haben. Gehirne sind komisch.

Wenn man seiner Nichte und seinen Neffen ab und zu mal am eigenen Musikgeschmack teilhaben lässt und sie auf die richtige Musk Kondition kommt es manchmal zu so schönen Wortwechseln wie:

“Hey Bruder, kannst du mir die Leiche geben?”