Konspirativ

Ein kleiner Mann geht konspirativ durch die Straßen. Hätte er einen schwarzen Mantel, hätte er ihn an. Er geht durch die Innenstadt, sucht sich Bänke. Meist in dicht besiedeltem Gebiet, immer im Schatten. Öffnet seinen Rucksack und holt sein Notebook heraus, nach meist weniger als einer Minute bricht er wieder auf. Dabei schaut er sich schon nach der nächsten Bank um. Natürlich wieder höchst konspirativ!
Was macht dieser Mensch?

Teegedanken

Habe schon lange kein’ Tee mehr getrunken. Eigentlich mag ich Tee sehr sehr gerne, aber irgendwie isses auch gemein. Für richtig guten Tee mag man ja auch mal was investieren, aber wenn man immer nur so billig-Tee kriegt, oder sich noch so anstrengt bei der Zubereitung, dass Ergebnis einen dann doch ständig enttäuscht und einen hängen lässt, dann is schon etwas offen, wozu man ihn eigentlich möchte. Es gibt doch so viele andere gute Getränke, warum nicht was anderes nehmen, was süßes, was herbes oder was liebliches. Es ist einfach nicht das gleiche und im Moment will ich weitaus lieber Tee, als andere Getränke. Egal wie sehr ich auch auf dem Kriegsfuss mit Tee stehen mag. Das ist nicht leicht, ich hab auch schon probiert ohne Tee klar zu kommen, aber nach 10 Tagen zittern die Hände und nach 3 Wochen grinst mich dann doch der Teebeutel aus dem Schrank an und der innere Kampf zwischen, zugreifen und aufgießen und liegen lassen und lieber einer heißen Schokolade frönen, kocht anstatt des Tees auf. Das kann auf ewig nicht so weitergehen, aber es ist schwer das aufzugeben, wenn man meint, endlich das richtige Getränk für sich gefunden zu haben. Und dann kommen mir so ständig Gedanken, dass es nur an einem selbst liegt. Dass man halt zu doof zum Aufkochen ist, oder nicht lang genug ziehen lässt, zu viel Zucker nimmt. Am Ende des Tages muss ich aber begreifen, dass es nicht an mir liegt, sondern auch Tee vielleicht keine gute Wahl war. Dann steht man vor der Wahl, weiter tapfer die Schachtel leer zu machen und zu tun als wenn es einem schmeckt, was dank einer jeder Vorfreude auch gar nicht so schlimm wäre, oder man muss es sein lassen und einen Schlussstrich ziehen. Das Gefühl als Verlierer rauszugehen hab ich in jedem Fall. Nur leider auch das Gefühl noch kein anderes Getränk zu wollen.

Fundsache

Ich hab nach nun 5 Monaten meine DÄ-Jazz-ist-anders-CD wiedergefunden. Sie meinte sich zwischen den Lizenz-Vereinbarungen und den MacOSX-Installations-CDs verstecken zu können.

Sollbruchstelle

Ich hab das Gefühl Digitalkameras der mittleren bis unteren Preiskategorie haben eine Sollbruchstelle namens Batterieklappe. Meine Alte, aber genial Kodak DC3400 hat es da entschäft und meine aktuelle Yakumo Mega-Image 57x hat nun auch schon seit Monaten die Klappe angebrochen, so dass es irgendwann auch dort Knack machen wird. Scheißverarbeitung. Die Yakumo wäre sowieso nen Fehlkauf gewesen, wenn ich se nicht für 2/3 des Originalpreises aus einer Walmart-Auflösung bekommen hätte. Die Grünsensorik ist unter aller Sau und man kommt nicht umhin, nochma alle Bilder nachzujustieren. Mal von Bedienungsmängeln wie fehlender Funktionen zum Einstellungenspeichern und einem gewissen Energiehunger mal abgesehen. Ich will meine Kodak wieder!

Mal genauer über die Bedeutung des Wortes “Entsinnen” nachdenken …

Grau der Weisheit

Microsoft könnte gar nicht soviel Haarfärbemittel finanzieren, wie es eigentlich Webentwicklern schuldet, die über die Jahre durch den Internet Explorer graue Haare bekommen haben.

Achja, bin jetz in Lana, Südtirol und mangels Internet etwas seltener zu erreichen.

Bin gerade ein bisschen froh keine Machine zu haben mit der ich 4 Monate in die Zukunft gucken kann. So bleiben mir Scherereien wie Glücksmomente noch im Verborgenen und meiner Neugierde ausgeliefert.

Man konnte ja doch nichs tun

Bin vorhin wie schon früher mal S-Bahn gefahren. Am Hackeschen Markt steigt ein älterer Herr mit Rollkoffer noch kurz vorm Türschluss ein. Er schafft es, sein Koffergriff bleibt jedoch in der Tür hängen und der Koffer draußen. Ziehen brachte nur den unerwünschten Nebenffekt das der Griff abriss und der Koffer weiterhin so halb draußen an der Bahn hin. Vom Bahnpersonal sah es wohl keiner, der Zug fuhr los und mit ihm das gespannte Gefühl was wohl passieren würde. Würde der Koffer irgendwo hängen bleiben? Bahn von vorne oder gar ein unbscholtener Mesch, der am nächsten Bahnsteig zu dich an der Kante stehen sollte? Nischt, wir fuhren Alexanderplatz ein, die Tür öffnete sich und befreite den armen Koffer aus seiner hängenden Lage. Etwas angepisst stieg der Herr raus, aber wohl eher erleichtert bastelte er weiter am Griff rum und besah sich den Schaden, während ich in der Bahn dahin fuhr.